Inflation der Selbstüberschätzung

Manche Menschen müssen

… sich Respekt nicht mehr sauer verdienen […].  Sie nehmen ihn einfach für sich in Anspruch. Kraft ihrer Ausstrahlung und ihrer (selbstverständlich) höheren Intelligenz.

Natürlich handelt es sich um Narzissten.

Die Finanzkrise, das Versagen der politischen Klasse, katastrophales Krisenmanagement, all das sei den Entscheidungen von realitätsblinden, selbstverliebten und überheblichen Zeitgenossen zu verdanken.

… und nicht dem Wirtschaftssystem, möchte man hinzufügen.

Vor fünfzehn Jahre hatte man 18 Prozent, im Jahr 2009 knapp 34 Prozent pathologischer Selbstüberschätzung bei Studenten ermittelt. Eine soziale Seuchenpolizei wurde dennoch nicht installiert.

Das selbstgefällige Gehabe könnte selbstzerstörerisch werden, wenn die Akteure nämlich – mangels der Fähigkeit, echte Freundschaften zu schließen, alleine bleiben. Aber es ist systemimmanent,

wenn besonders riskantes Verhalten gefragt und die Belohnung nach einem Erfolg besonders groß ist. Die Selbstgefälligen riskieren viel und gewinnen alles.

vgl. FAZ

Aus formalen Gründen läuft der Artikel unter “Glosse”. .

Inflation der Selbstüberschätzung

Manche Menschen müssen

… sich Respekt nicht mehr sauer verdienen […].  Sie nehmen ihn einfach für sich in Anspruch. Kraft ihrer Ausstrahlung und ihrer (selbstverständlich) höheren Intelligenz.

Natürlich handelt es sich um Narzissten.

Die Finanzkrise, das Versagen der politischen Klasse, katastrophales Krisenmanagement, all das sei den Entscheidungen von realitätsblinden, selbstverliebten und überheblichen Zeitgenossen zu verdanken.

… und nicht dem Wirtschaftssystem, möchte man hinzufügen.

Vor fünfzehn Jahre hatte man 18 Prozent, im Jahr 2009 knapp 34 Prozent pathologischer Selbstüberschätzung bei Studenten ermittelt. Eine soziale Seuchenpolizei wurde dennoch nicht installiert.

Das selbstgefällige Gehabe könnte selbstzerstörerisch werden, wenn die Akteure nämlich – mangels der Fähigkeit, echte Freundschaften zu schließen, alleine bleiben. Aber es ist systemimmanent,

wenn besonders riskantes Verhalten gefragt und die Belohnung nach einem Erfolg besonders groß ist. Die Selbstgefälligen riskieren viel und gewinnen alles.

vgl. FAZ

Aus formalen Gründen läuft der Artikel unter “Glosse”. .

Narzissmus – die Wiederkehr

Kurzbeschreibung

Wann ist die Selbstverliebtheit normal und wann ist sie krankhaft?
Egoistische Partner, überhebliche Arbeitskollegen, eitle Medienstars. Menschen, die ausnahmslos von sich selbst überzeugt sind, begegnen uns ständig. Selbstverliebt und egoistisch andere deklassierend stellen sie ihre Person über alles. Mit ihrer Sucht nach Zuwendung und Anerkennung tyrannisieren sie ihr Umfeld, entwickeln realitätsferne Größenphantasien und sind der Meinung, dass sie der «Stern sind, der alles überstrahlt».
Der bereits in der griechischen Mythologie verwurzelte Mythos vom Narziss ist heute aktuell wie nie zu vor. Anhand von Forschungsbefunden und spannenden Beispielen aus der Praxis zeigt dieses Buch, wie sich die narzisstische Persönlichkeit äußert und wann sie krankhaft ist. Unterhaltsam von herausragenden Wissenschaftlern geschrieben, beleuchtet das Buch das zeitlose Phänomen des Narzissmus anhand plastischer Beispiele und gibt wissenschaftlich bewiesene Antworten zum Wie, Warum, aber auch zum Umgang damit. Ein Fragebogen zur Selbsterforschung rundet den Inhalt ab.

Über den Autor

Hans W. Bierhoff, seit 1992 Professor am Lehrstuhl Sozialpsychologie an der Ruhr-Universität Bochum

dazu psychoblog.ch

Das Buch will einen Überblick über die verschiedensten Facetten des Narzissmus geben. Dieses Ziel wird auch erreicht, allerdings mit Abstrichen; es ist schwer zu erkennen, an wen sich das Buch adressiert. Einerseits erhält man eine sehr gute Übersicht über neuzeitliche Forschungsergebnisse, andererseits fehlt teilweise der Bezug zum ‚durchschnittlichen’ Leser, der sich eher für das Phänomen des Narzissmus interessiert, ohne den ganzen wissenschaftlichen Hintergrund. Auf der Buchhülle steht „Unterhaltsam geschrieben“. Dieses Attribut trifft auf weite Strecken des Buches leider nicht zu. Die Autoren verlieren sich vor allem im Bereich der Grundlagen und Typisierung in all jenen Definitionen, die bereits zum Thema abgeliefert wurden. Einzig das Kapitel über „Wie es sich anfühlt, einen Narzissten zu lieben“ ist wirklich unterhaltsam geschrieben. Hier scheinen mehr Gefühle und Persönlichkeit eingeflossen zu sein. Des Weiteren gibt es im ganzen Buch kein Bild und keine Grafik, einzig Tabellen und zwei Flussdiagramme bringen minimalste Abwechslung.

Das Fazit der Botschaft des Buches kann leicht auf den Punkt gebracht werden: „Gehen sie Narzissten aus dem Weg. Und falls sie selber einer sind, dann besteht eigentlich wenig Hoffnung auf Heilung…“